Sturmtief Ingo am Donnerstag, was ist zu erwarten?

Letzes News Update vor 1 Monat von Wetterauwetter-Redaktion

Die sonnigen und meist ruhigen Tagen sind zunächst gezählt. Schon am heutigen Montag macht sich leichter Tiefdruckeinfluss über Mittelhessen und Deutschland bemerkbar. Am Donnerstag erreicht das Sturmtief Ingo mit seinen Ausläufern Hessen.  Wie stark wird der Sturm nun wirklich? Hier die neusten Fakten.

Anfang der neuen Woche ist Wind zunächst kein Thema, jedoch zieht aktuell die Kaltfront von Tief Hartmut über Deutschland und hat hier und da etwas Schnee im Gepäck, nennenswerte Schneehöhen werden jedoch nicht erwartet. Ab Donnerstag nimmt die Brisanz, welche den Wind angeht zu. Dazu schauen wir nun auf die aktuelle Luftdruckkarte für Europa.

Ein Randtief mit dem Namen Ingo zieht mit dessen Ausläufer am Donnerstag von Großbritannien nach Skandinavien. An der Südflanke von Tief Ingo bildet sich ein markantes Sturmfeld welches im Tagesverlauf vor allem über den Norden und Nordwesten des Landes zieht. Anfänglich hatten die großen Wettermodelle eine deutlich stärkere Variante in den Läufen, welche sich zunächst auf die Mitte und den Süden des Landes konzentrierten.  Dieses Szenario wurde in den weiteren Updates verworfen.

 

Gibt es Sturm über Hessen?

Um es gleich vorweg zu nehmen, einen “Monster-Orkan” wie es seit einigen Tagen in den einschlägigen Medien suggeriert wird, gibt es definitiv nicht. Ja, es wird stürmisch, mitunter gibt es schwere Sturmböen, welche nach jetzigem Stand jedoch die Ausnahme bleiben werden. Es ist zu beachten, dass sich die Modelle bis zum Donnerstag noch ändern können, zumal die Kurzfrist-Modelle noch nicht im Boot sind. Wir schauen uns nun die aktuelle Berechnung des ICON-EU des Deutschen Wetterdienstes an.

So simuliert aktuell das Icon-EU die Wind-Situation am kommenden Donnerstag.  Vor allem im Nordwesten des Landes sind mitunter Sturmböen von 75 – 90 km/h denkbar. In Hessen sieht dieses Modell derzeit stürmische Böen die sich in einem Bereich von 50 bis 75 km/h bewegen dürften. Sicherlich im eigentlichen Sinne keine dramatische Lage. Jedoch sollte man auch bei diesen Windböen den Wald meiden, da die Gefahr von herabstürzenden Ästen all gegenwärtig ist.

 

Die simulierte Warnstufe sieht im aktuellen Modelllauf wie auf dem oben gezeigten Bild aus. Eine markante Wetterlage ist durchaus real, wie sich die Modelle letztendlich entscheiden bleibt abzuwarten. Das letzte Wort ist noch nicht geschrieben.

 

Fazit: Ab Donnerstag wird eine stürmische Phase mit einer straffen Westströmung über Hessen eingeleitet, dabei sind durchaus markante Windböen wahrscheinlich. Eine große Sturmlage wird es jedoch nach jetzigem Stand nicht geben. 

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