Heftiger Wintereinbruch über Deutschland? Was stimmt nun?

Letzes News Update vor 1 Monat von Wetterauwetter-Redaktion

Derzeit kursieren im Netz neue “Headlines” welche einen heftigen Wintereinbruch in dieser Woche prophezeien. Was ist nun wirklich wahr an diesen Gerüchten? Müssen wir uns auf Schnee und glatte Straßen einstellen?

Aktuell liegt Deutschland zwischen gleich drei Tiefdruckgebieten ,welche sich über Osteuropa befinden. Es handelt sich hierbei um Tief Luis, Marius und Niclas. Zeitgleich liegt das Hoch Margarethe über dem Atlantik.  In dieser Konstellation stellt sich eine recht kühle und teils feuchte Wetterlage über Deutschland ein. Die Niederschläge fallen im Bergland durchweg als Schnee, während im Flachland meist Regen oder Schneeregen fällt. Diese ist einer straffen Nordströmung geschuldet, welche die Temperaturen vor allem in den kommenden Nächten vieler Orts unter die Null Grad Marke sinken lässt.

Kommt nun der große Wintereinbruch mit viel Schnee und glatten Straßen?

Nun, wenn Sie solche Überschriften in den Medien lesen, ist meist ein kleiner Funke Wahrheit in den Headlines, jedoch wird meist ein globales Ereignis suggeriert, welches sich beim weiteren Lesen dann doch als lokales herausstellt.  So ist es auch im aktuellen Fall, dazu schauen wir uns die aktuellen Modellkarten mit den aktuellen Berechnungen der Schneehöhen und dem signifikanten Wetter über Deutschland an.

Das Europa HD Wettermodell zeigt vor allem Donnerstag ein Niederschlagsgebiet, welches von Nordwesten her, bis nach Südosten des Landes zieht. Während es im Norden meist bei Regen bleibt, geht der Niederschlag auf der Reise in den Süden, mehr und mehr in Schnee über.  Vor allem im Schwarzwald und an den Alpen sind durchaus markante Schneefälle möglich.

Schneehöhen in Deutschland bis zum 21. März.2021, so sieht es derzeit aus

Schauen wir nun auf die aktuellen Schneehöhen ,welche derzeit bis zum 21. März 2021 berechnet werden, dazu wurden zum Vergleich mehrere Modelle ausgewählt um die “Unsicherheiten” in den Rechnungen aufzuzeigen.

Sie sehen im oben gezeigten Bild die aktuelle Berechnung der Schneehöhen des ECMWF Wettermodell. Nach dieser Simulation, wäre eine Schneedecke über ganz Deutschland durchaus denkbar. So kämen im Flachland 1 bis 2 cm und in den deutschen Mittelgebirgen bis  zu 20 cm Neuschnee zusammen. An und in den Alpen wären nach jetzigem Stand mitunter bis  70 cm Neuschnee denkbar. Beachten Sie jedoch, dass es mehrere Modelle gibt und meist gehen die Rechnungen auseinander. Im Vergleich dazu weitere Beispiele.

Dies ist die derzeitige Schneehöhen Simulation des Europa HD des Deutschen Wetterdienstes, wie man hier deutlich erkennen kann, ist hier nur in den Mittelgebirgen und in den Alpen mit einer markanten Schneedecke zu rechnen. In den Niederungen, sprich unter 300 bis 500 Meter bleibt es meist grün.

Das US Modell GFS sieht ebenfalls  wenig bis keine Schneedecke über Deutschland, davon ausgenommen wären nach jetzigem Stand die Alpen der Schwarzwald, die schwäbische Alp und die östlichen Mittelgebirge wie z.B. das Erzgebirge  und der bayrische Wald.

 

Fazit: Ein flächendeckender Wintereinbruch über Deutschland ist nach jetzigem Stand der Modelle mehr als unsicher, in den Höhenlagen der Mittelgebirge und an den Alpen sind durchaus markante Schneefälle wahrscheinlich, dabei muss man sich auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen. Es sei jedoch gesagt, dass eine solche Wetterlage im März nicht außergewöhnlich ist, selbst im April sind Schneefall noch möglich. 

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